Hier sollen einige Fragen für die Übergangsphase zwischen Schule und Studium beantwortet werden. Wenn ihr eine Antwort vermisst, schreibt uns!
Universität - alles anders als in der Schule?
Schwierige Frage ;-). Alles anders würde ich nicht sagen. Gleich ist: Man lernt, in dem man bestimmte Veranstaltungen besucht und in Heimarbeit den Stoff mit Übungen bzw. an selbst herausgesuchten Texten wiederholt und vertieft. Unterschiedlich ist: Die Wissensvermittlung ist anders. Man besucht Vorlesungen und Übungen. Man wird als Student von keinem gezwungen zu erscheinen. Es gibt lange Semesterferien in denen man eigene Schwerpunkte setzen kann (Praktikum, Arbeit, Seminare, ...)
Studium - ist das was für mich?
Kommt darauf an. Grundsätzlich ist ein Universitätsstudium sehr theoretisch, Bücherlesen ist wichtig und eine gewisse Eigenmotivation ist auch vonnöten.
Wie gut sind die Chancen später einen Beruf zu bekommen?
Das weiß so recht wohl keiner und ich will mich da auch nicht großartig als Hellseher betätigen. In der Vergangenheit hatten die Informatiker meist einen guten Stand. Zur Zeit sind sie wie alle anderen Berufe von der Wirtschaftsflaute betroffen. Wie es in fünf Jahren aussieht kann niemand sagen. Fest steht, dass die Anfängerzahlen der Informatik in den letzten Jahren auf einem hohen Level waren und auch immer noch sind - wenngleich sie seit Anfang 2002 leicht sinken. Trotzdem werden hochqualifizierten Informatikern mit einem guten Hochschulabschluss auch gute Chancen im Arbeitsmarkt vorrausgesagt.
Muss ich programmieren können?
Nein. - zumindest grundsätzlich. Es ist sicher nicht von Nachteil und bei Sommersemesterbeginn auch sehr empfehlenswert - aber nicht unbedingt notwendig. Wichtiger ist neben dem Interesse an der Theorie, einer gewissen Eigenmotivation und fundierten Allgemeinkenntnissen (z.B. in Naturwissenschaften, Englisch) vor allem gute Kenntnisse in Mathe. Hier haben in der Vergangenheit einige Studenten Probleme gehabt. Derjenige der der Mathematik in der Schule aus dem Weg gegangen ist, sollte sich darauf einstellen im Studium einiges nachholen zu müssen - es ist aber zu schaffen!
Wenn Du im Abitur- / Ausbildungsstress steckst ist es besser sich darauf zu konzentrieren. Da es aber teilweise lange Übergangszeiten gibt, hier die Empfehlung evtl. etwas Mathe (v.a. Analytische Geometrie und Analysis) nachzuholen.
Im Wintersemester (offiziell 01.10.) und neuerdings auch im Sommersemester (offiziell 01.04.). Wobei bei letzterem grundlegende Programmierkenntnisse (zur Zeit Haskell und Java) von Vorteil sind.
Woher bekomme ich meinen Stundenplan?
Jeder kann und sollte sich im Studium seinen Stundenplan selbstständig zusammenstellen. Um Euch eine Orientierung zu geben, werden die Fachschaftssprecher in der ersten Woche eine Einführungsveranstaltung anbieten auf der sie eine Empfehlung vorstellen werden. Eine solche ist auch auf dem Inforakel zu finden. Man sollte sich schon mehr oder weniger daran halten und sich vor allem nicht überfordern (es überfordern sich meist mehr als sich unterfordern)!
O.K. - dass hat so noch keiner gesagt ;-). Grundsätzlich gilt ruhig zu bleiben, sich in aller Ruhe zu informieren und - ganz wichtig - zu fragen, wenn man Fragen hat. Es beißt einen keiner, vor allem niemand aus der Fachschaft. Es ist eine unserer wichtigsten Aufgaben, den Studis bei den unterschiedlichsten Problemen zu helfen.
Wo finde ich wissenschaftliche Literatur?